Lehramtsstudentin MIA braucht Geld. Sie sieht ein „Aushilfe gesucht“-Schild, denkt easy kellnern, und landet in der Barista-Hölle.
THE SPACE ist kein normales Café. Es ist das Lebensexperiment von KATHARINA, Ex-McKinsey-Beraterin, die nach ihrem Burnout mit naivem Enthusiasmus in die Selbstfindung gestürzt ist. Alle paar Wochen ein neues Konzept, mal „Digital Detox Sunday“, mal „Conscious Coffee Conversations“. Mia soll dabei ständig neue Dinge lernen, die zum aktuellen Konzept gehören. Sie nickt, lächelt, macht mit und versteht gar nichts.
Der preisgekrönte Barista JULIEN sieht aus wie ein lässiger Hipster, ist in Wahrheit aber extrem spießig. Alles muss exakt nach Plan laufen. Er genießt es, Kunden bloßzustellen, die keine Ahnung von Kaffee haben. Wenn jemand einen Flat White mit mehr Milch bestellt, wird er spitz und herablassend, mit einem Kommentar, der sitzen soll. Mias Handgriffe korrigiert er sowieso alle.
Vermieter HERBERT wohnt über dem Café, hat einen Schlüssel und benutzt ihn. Er sucht verzweifelt nach Kündigungsgründen und protokolliert Kleinigkeiten. Katharina hat ihn abgewiesen, seitdem ist sein Ton kälter, genauer, kleinlicher.
Das Café wird zum Treffpunkt unterschiedlichster Realitäten. Ein Influencer macht seinen Livestream ausgerechnet am „Digital Detox Sunday“, weil der Laden so schön offline aussieht. Jemand nimmt die „Conscious Coffee Conversations“ ernst und quatscht ihren Kollegen Ben mit Ayahuasca-Erfahrungen voll, während Mia daneben steht, gar nichts versteht und in die Kamera schaut.
Berliner Urgestein INGE sitzt jeden Tag am selben Platz, bestellt dasselbe und ignoriert den ganzen Bullshit. Mit Berliner Schnauze sagt sie Julien ins Gesicht: „Du nervst.“
Mia trinkt selbst keinen Kaffee, versteht nichts von Mahlgrad und Durchlaufzeit. Aber genau deshalb nimmt sie die Zuschauer mit durch die Absurdität. Sie ist die Einzige mit komplettem Außenblick, die Neue, die nichts versteht und genau deshalb alles sieht.